Unser Krankenhaus St. Joseph-Stift

In Zusammenarbeit mit dem Bremer Zentrum für Pflegebildung und mit dem IWK (Institut für Weiterbildung in der Krankenpflege) Delmenhorst bildet das St. Joseph-Stift junge Menschen zu Pflegefachkräften, Anästhesietechnischen Assistenten sowie Operationstechnischen Assistenten aus.

Pflegefachkraft (Bremer Zentrum für Pflegebildung)

Pflege ist ein eigenständiger und zentraler Beruf im Gesundheitswesen.

Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft, den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften bilden die Basis, individuelle Pflege professionell zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Pflege umfasst:

  • Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen
  • Gesundheitsförderung
  • Verhütung von Krankheiten und Unfällen
  • Begleitung in Krisensituationen
  • Mitverantwortung bei Diagnose, Therapie und Rehabilitation
  • Kooperation mit allen Berufsgruppen in der Betreuung der Pflegebedürftigen und bei der Weiterentwicklung im Gesundheitswesen
  • ökonomische und ökologische Verantwortung
  • die Verpflichtung, sich selbst immer weiter zu schulen und fortzubilden.

Die hierzu notwendigen fachlichen, sozial-kommunikativen, methodischen und personalen Kompetenzen werden in der Ausbildung grundgelegt und weiterentwickelt. In diesem Prozess wollen wir selbstkritisch, transparent und klar sein und sowohl Lernende als auch Lehrende beteiligen. Unser Ziel ist eine professionelle Pflege, in der ein würdevoller Umgang mit Menschen auf der Basis von ethischen, christlichen und humanistischen Werten oberste Priorität hat.

Bremer Zentrum für Pflegebildung
St.-Pauli-Deich 25
28199 Bremen

Telefon: (0421) 5599-440
E-Mail info@bremer-krankenpflegeschule.de

OTA (Operationstechnischer Assistent)

Seit über 10 Jahren bietet die Krankenhaus St. Joseph-Stift in Kooperation mit dem IWK (Institut für Weiterbildung in der Krankenpflege) Delmenhorst die Ausbildung zur OTA (Operationstechnische Assistenz) an.

Den Auszubildenden werden spezielle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für die vielfältigen Aufgaben im Operationsdienst, Ambulanzen, Endoskopie und in der Zentralsterilisation notwendig sind, vermittelt.

Unter dem Aspekt der Tätigkeiten bestimmen manuell-technische Anforderungen den Alltag in den jeweiligen Bereichen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zur OTA sind:

  • Realschulabschluss oder einen anderen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss
  • Zusätzlich zu einem Hauptschulabschluss ist eine abgeschlossene Berufsausbildung notwendig
  • Gesundheitliche Eignung

Hieraus wird deutlich, dass auch die OTA-Ausbildung als eine Weiterqualifizierung für Krankenpflegehilfspersonal dienen kann. Aufgrund der großen Nachfrage nach Fachkräften in den Funktionsdiensten ist eine Übernahme nach der Ausbildung in unserem Hause sehr wahrscheinlich.

Dirk Simon
Komm. Gesamtleitung Zentral-OP / OP-Koordinator


Telefon: (0421) 347-1579
E-Mail: dsimon@sjs-bremen.de

ATA (Anästhesietechnischer Assistent)

Seit April 2013 bietet die Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen GmbH in Kooperation mit dem IWK (Institut für Weiterbildung in der Krankenpflege) Delmenhorst die Ausbildung zur ATA (Anästhesietechnische Assistenz) an.

Der Aufgabenbereich einer ATA umfasst:

  • die Überprüfung der Überwachungsmonitore vor der Narkose
  • das Vorbereiten der Narkosegeräte
  • das Stellen der Narkosemittel, Medikamente und Infusionslösungen sowie der Notfallmedikamente
  • die Lagerung der Patienten auf den OP- Tischen
  • die Betreuung der Patienten in ihrer physischen und psychischen Lage

Voraussetzungen für die Ausbildung zur ATA sind:

  • Realschulabschluss oder einen anderen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss
  • Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung „Krankenpflegehelfer“
  • Gesundheitliche Eignung

Aufgrund der großen Nachfrage nach Fachkräften in den Funktionsdiensten ist eine Übernahme nach der Ausbildung in unserem Hause sehr wahrscheinlich.

Matthias Siemer
Teamleitung Pflege Anästhesie


Telefon: (0421) 347-1516
E-Mail: msiemer@sjs-bremen.de

Ist Pflege mehr als nur ein Job?
Und wenn Ja, warum?

Bettina Malz

Eine ganz persönliche Betrachtung von Schwester Bettina

Ich bin eine examinierte Pflegekraft, gut ausgebildet, mit langjähriger Berufserfahrung in der Pflege und als Führungskraft!

Warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe? Für einen Beruf, der mir viel abverlangen würde: unter anderem das 3-Schichtsystem und die damit verbundenen Einschränkungen in meiner Freizeit, die enormen körperlichen und psychischen Anstrengungen, die eigenen Grenzerfahrungen!

Die Antwort war ganz simpel: Ich war neugierig. Ich wollte wissen, was hinter den Mauern und Türen eines Krankenhauses passiert, in einer Welt, die den meisten von uns verschlossen bleibt. Und ich hatte das Bedürfnis, ein Teil davon sein. Was also musste ich mitbringen, damit dieser Wunsch sich erfüllt?

Zuerst einmal musste ich in mich hineinhören, mich fragen, kann ich mich auf fremde, mir unbekannte Menschen einlassen, um sie auf ihrem Weg durch die Krankheit begleiten zu können? Bin ich geduldig, empathisch, fähig zuzuhören? Schaffe ich den Spagat von Nähe und Distanz, zerfließe ich vor Mitleid oder lassen mich Ängste und Sorgen anderer kalt? Wie kann ich möglichen Ekel vor fremden Ausscheidungen, vor Blut und Eiter aushalten? Bin ich bereit, mich unterzuordnen und bin ich teamfähig? Was bedeutet mir meine tägliche Arbeit? Wie sinnstiftend ist sie für mich? Und natürlich auch die Frage, schaffe ich es, das theoretische Wissen korrekt in der Praxis umzusetzen?
Ich habe viel überlegt und mich gefragt, reichen meine körperlichen, psychischen Kräfte und auch meine Menschenliebe, diesem Anforderungsprofil gerecht zu werden.

Dank der in jeder Beziehung vielseitigen und herausfordernden Ausbildung und Weiterbildungen arbeite ich nun seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Krankenhausbereichen. Die gesammelten Erfahrungen und eine ausgeprägte Intuition befähigen mich, Patienten fach- und sozialkompetent während ihres Krankenhausaufenthaltes zu begleiten.
Als Pflegekraft bin ich Dreh- und Angelpunkt in meinem Arbeitsbereich, ich gebe Patienten, Angehörigen und meinen Kollegen Kraft, verschaffe Glücksmomente und versuche Frieden zu stiften, indem ich meine inneren Werte lebe – trotz und gerade wegen der zum Teil sehr widrigen Umstände in unserem Gesundheitswesen.

Zusammenfassend kann ich sagen:
Ich habe mich dem „Abenteuer Krankenpflege“ gestellt. Und heute, nach 43 Jahren Berufstätigkeit, weiß ich, dass es für mich nichts Spannenderes und Sinnvolleres als das gab und immer noch gibt.

Unser Berufsstand war noch nie so wertvoll wie heute und ist (eigentlich) unbezahlbar!! Und: Vielen Menschen in der Politik und Gesellschaft wird heute klar, dass ein Gesundheitswesen ohne Pflegekräfte nicht funktionieren kann! Und dass es dann unmenschlich sein wird – im wahrsten Sinne des Wortes!